Wirtschaftskammer Wien und die Krise der Gastronomie
Wien [ENA] Die Wirtschaftskammer Wien wundert sich über das veränderte Konsumverhalten von Jugendlichen die, geht es nach Thomas Peschta, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, "weniger Fleisch, weniger Alkohol und mehr internationale Kulinarik konsumieren." Auch zeigt sich angeblich ein Trend, dass zuhause zubereitete Essen oder gekauftes Take Away entweder in der Arbeit, der Uni oder in Parks gegessen werden.
Dabei geht das Ernährungsverhalten oft in Richtung vegan oder vegetarisch als angeblich gesündere Alternative. Das zeigt sich auch darin, dass in der Zwischenzeit immer mehr Lokale in Wien vegane Optionen anbieten. Trotzdem florieren noch immer Fastfood Restaurants, die obwohl oft auf Hamburgers spezialisiert, ganz einfach durch ihr Ambiente und Lifestyle überzeugen und anscheinend für jede Altersgruppe interessant sind. Das zeigt sich auch in der Preisgestaltung, die teilweise noch immer versucht niemand auszugrenzen und durch eine effiziente und freundliche Raumgestaltung und Bedienung die Hemmschwelle des Unerwünschtsein herabsetzt, ein erfolgreiches Modell in einer Zeit, wenn immer mehr Gastronomie ums Überleben kämpft.
Die Jugend will anscheinend mehr als nur essen, wenn sie ausgeht. Sie sucht Räume in einer Zeit, wenn die Gastronomie zunehmend den öffentlichen Raum oft genug mit leerstehenden Mobiliar besetzt, ein Zustand, der sich für die Gesellschaft nachteilig auswirken kann. Kein Zweifel, die Gastronomie muss neue Wege gehen, sowohl in der Preisgestaltung, als auch im Ambiente. Statt tote, leere Räume zu horten, muss der öffentliche Raum allen, ob jung oder alt, eine Möglichkeit geben, darin zu partizipieren und Teil der Gemeinschaft zu sein.




















































