Weinreise zu den Weinfranken
Ramstein-Miesenbach [ENA] Wein, Kultur und fränkische Lebensfreude Die jährliche Wein- und Kulturreise ist bei der „Weinrunde Pfälzer Musikantenland“ längst zu einer beliebten Tradition geworden. Nach Stationen in Saale-Unstrut, dem Markgräfler Land und dem südlichen Elsass stand 2025 das fränkische Weinland auf dem Programm. Mit großer Vorfreude und bester Vorbereitung reiste eine bunte Gruppe aus Weinfreunden, nach Dettelbach am Main.
Ein erster Höhepunkt: Kloster Ebrach Bereits auf der Hinfahrt wurde das Zisterzienserkloster Ebrach besichtigt – ein Zeugnis mittelalterlicher Baukunst und Spiritualität. In Dettelbach angekommen, bezogen die Teilnehmenden Quartier im traditionsreichen Hotel „Franziskaner“. Von hier aus starteten die täglichen Exkursionen ins unterfränkische Wein- und Kulturland, fachkundig begleitet von Gästeführer Manfred „Manni“ Greb, der mit seinem Wissen und Humor für beste Stimmung sorgte.
Weinerlebnis in Iphofen Am folgenden Tag führte die Route durch den idyllischen Steigerwald nach Iphofen. Dort erwartete die Reisegruppe ein Besuch beim renommierten VDP-Weingut Wirsching. Bei einer fränkischen Brotzeit und edlen Silvaner-Weinen kamen Weinliebhaber voll auf ihre Kosten. Kellermeister König gewährte einen spannenden Einblick in die Kellerarbeit. Danach beeindruckte das „Museum Knauf“ mit Repliken antiker Kunst. Ein abendlicher Spaziergang durch die alte Weinhandelsstadt Kitzingen rundete den Tag stimmungsvoll ab.
Kulturstadt Würzburg und ihre Weine Würzburg war das Ziel des dritten Reisetages. Gästeführer Manni präsentierte das barocke „Käppele“ auf dem Nikolausberg mit herrlichem Blick auf Stadt und Festung Marienberg. Besonders eindrucksvoll war der Besuch im „Julius Spital“ – dem zweitgrößten Weingut Deutschlands mit 180 Hektar Rebfläche. In den historischen Weinkellern durfte natürlich eine Verkostung nicht fehlen, darunter der berühmte „Würzburger Stein“. Mit fränkischer „Gnickter“ gestärkt, erkundete die Gruppe anschließend die Altstadt.
Auf den Spuren Riemenschneiders Ganz im Zeichen des Künstlers Tilman Riemenschneider stand der nächste Reisetag. Die Gruppe besuchte Stationen seines Schaffens, darunter die Herrgottskirche in Creglingen mit dem berühmten Marienaltar. Auch Orte wie Ochsenfurt und das malerische Marktbreit im Maindreieck beeindruckten durch ihre historische Atmosphäre und den regionalen Charme.
Weinproben mit Weitblick Zwischen Kunst und Kultur kam der Genuss nicht zu kurz: Direkt in den Weinbergen – etwa am Großlangheimer Kiliansberg oder Nordheimer Kreuzberg – fanden außergewöhnliche Weinproben statt. Die besondere Lage, die Ruhe der Reben und der direkte Kontakt zu den Winzern machten diese Momente zu echten Höhepunkten der Reise. Eine Aussichtsplattform auf dem Kiliansberg die einem halbierten Bocksbeutel nachgebildet ist erlaubt einen tollen Blick in die Weinlagen.
Finale mit Schiff und Rokoko Zum Abschluss wartete ein weiterer Höhepunkt: Nach einem Besuch beim biodynamisch arbeitenden Demeter-Weingut von Helmut Christ in Würzburg, ging es per Schiff den Main hinab nach Veitshöchheim. Hier begeisterte der Rokokogarten des Schlosses – ein europaweit einmaliges Ensemble – mit kunstvoll gestalteten Figuren und malerischen Wegen. Ein würdiger Abschluss für eine rundum gelungene Reise.




















































